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Wie geckig war der Baron? PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 29. Oktober 2009 um 19:07 Uhr

Schlossbesitzer Matthias Schneider (links) und der gebürtige Niederweiser Peter Neu lassen die Geschichte von Schloss Niederweis und seiner Herrschaft wieder lebendig werden. TV-Foto: Kathrin HofmeisterAutor Peter Neu erforscht Schloss und Herrschaft Niederweis

Bericht im Trierischen Volksfreund von Kathrin Hofmeister

Schloss Niederweis ist eines der markanten Bauwerke auf dem Doppeladler-Kulturweg. Am Sonntag war es Präsentationsstätte des neuen Heimatkalenders und für den Vorsitzenden des Redaktionsausschusses und gebürtigen Niederweiser Peter Neu Anlass, unter anderem über den „geckigen Baron“ zu referieren.

Niederweis. Gemeinsam mit dem neuen Schlossherrn Matthias Schneider ist Peter Neu auf die Suche nach historischen Dokumenten über Schloss und Herrschaft Niederweis gegangen.

Dabei förderte er verloren Geglaubtes zutage. „Besonders ergiebig waren die Notariatsunterlagen über die Eltern und Großeltern des ,geckigen Barons’ in Luxemburg“, erklärt Neu. Da Teile der Südeifel bis 1794 Luxemburger Gebiet waren, wurden Verträge dort geschlossen. Schriftliche Dokumente über Clemens Wenzeslaus von der Heyden selber suchten die beiden jedoch bisher vergeblich. „Der Verrückte hat alle alten Unterlagen in die Nims geworfen“, hatte schon Neus Vater behauptet.

Eine Reise führte die Heimatgeschichtsforscher ins Staatsarchiv nach Wiesbaden. „Wir wussten, dass die Erben, die um das Erbe prozessiert hatten, aus dem Hessischen stammen“, erklärt Neu. Mit vier Groschen war die Verwandtschaft vom schrulligen Baron abgespeist worden. Sein eigentliches Vermögen vererbte er einer Stiftung zum Wohl der Jugend. Peter Neus Großmutter hatte eine Erklärung dafür, dass seine direkte Umgebung leer ausging: „Hätten ihn die Niederweiser besser behandelt, wäre vieles anders.“ Dazu muss man wissen, dass die Nimstal-Bauern ein selbstbewusstes und trotziges Volk waren. Schon unter Maria Theresia, unter deren österreichischer Krone das Gebiet links und rechts der Sauer im 18. Jahrhundert stand, war die Leibeigenschaft aufgehoben worden. Mit der Französischen Revolution geriet das Feudalsystem richtig ins Wanken. Das Standesdenken des geckigen Barons konnte das nicht erschüttern.

Welchen Preis er dafür zahlte, gab der Mitautor des Doppeladler-Buches in seinem Vortrag anlässlich der Heimatkalendervorstellung mit einigen Anekdoten zum Besten: Bevor der Glaser zum Scheibenwechseln auf Schloss Niederweis fuhr, putzte er ein paar Gläser besonders blank. Dann fragte er den Schlossherrn: „Wat wellt ihr dann fir een Scheib hoon, een eefach oder een van Silberglas?“ Clemens Wenzeslaus von der Heyden wollte „Silberglas“, und bekam geputztes Glas zum Wucherpreis.

Ein anderes Mal wollte er sich eine Schnupftabakdose kaufen, hielt diese aber verkehrt herum, so dass sie ihm mit dem Deckel entgegensprang. Aufgebracht verlangte er nach einer anständigen Dose.
Der Händler nahm die Dose zurück, tat so, als hole er eine neue, hielt ihm die gleiche Dose richtig herum hin und meinte, die koste aber zwei Taler mehr, worauf der geckige Baron sie zufrieden kaufte.

Wer weitere Anekdoten kennt oder Informationen zu Schloss Niederweis in der Doppeladler- Zeit von 1714-1794 für das deutsch-luxemburgische Projekt beisteuern will, wendet sich an die VG Irrel, Telefon 06525/79117, EMail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , den Verkehrsverein Echternach, Telefon 00352/720230 oder im Internet unter  www.doppeladler.eu.
no/dr

Anlagen:
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