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Die Mühle „Spanier“ in Holsthum - Entwicklung vom 18. Jahrhundert bis zum Ende der französischen Her PDF Drucken E-Mail

Tittelblatt Heimatkundliche Zeitschrift von unserer Praktikantin Isabelle Wagner aus Wintersdorf

Über den genauen Entstehungszeitpunkt der Holsthumer Mühle lässt sich nur spekulieren, da die Überlieferungen aus dem 17./ 18. Jahrhundert nicht vollständig vorliegen.

Man kann jedoch mit Sicherheit sagen, dass die Jahreszahl 1738 von Bedeutung für die Mühle ist. Diese Zahl ist in den Türsturz der Mühle eingraviert und gibt somit Hinweis auf die Entstehung oder zumindest einen Umbau der Mühle.

Im Jahre 1715 wurde in Holsthum der Sohn des Müllers Willibrord Waxweiler geboren, welcher ein direkter Vorfahre der heutigen Besitzer war. Ein Nachfahre des 1715 geborenen Willibrord Waxweiler pachtete im Jahre 1774 die Holsthumer Mühle. Willibrord handelte mit Maria Theresia einen Pachtvertrag über acht Jahre aus. Da Willibrord am 2. März 1781 einen Umbau an seiner Mühle vornehmen lassen wollte, ließ er die Baukosten hierfür von zwei Experten notariell beglaubigen. Man vermutet heute, dass es sich bei diesem Vorhaben um den Bau des neuen Mühlenhauses handelte, welches drei Jahre später in Auftrag gegeben wurde. Der Maurer Christian Jung bestätigte am 15. Februar 1786 den Erhalt von 220 Reichstalern für den Bau des Mühlenhauses. Das Baudatum des Hauses -1784- ist heute noch zu erkennen.
Die Mühle war wirtschaftlich so wertvoll, dass Willibrord im Jahre 1783 die Branntweinherstellung in sein Aufgabenfeld einbeziehen konnte. Die Erlaubnis für die Branntweinherstellung ist heute noch vorhanden.

Am 25. März 1798 ließ Willibrord das Backhaus und die Stallgebäude untersuchen. Hierbei wurde festgestellt, dass der Ofen sowie das gesamte Gebäude sehr baufällig waren und eine Benutzung dieses Ofens fast nicht mehr möglich war. Dies sah Willibrord als Gelegenheit, eine Genehmigung für die Erneuerung des Backhauses zu erhalten. Willibrord Waxweiler starb am 11. August 1791 und hinterließ seiner Frau Katharina, geborene Schmalen, das Anwesen. Katharina ließ den Pachtvertrag am 20. September 1792 um weitere 20 Jahre verlängern. Am 17. September 1807 überließ Katharina ihrer Tochter Magdalena Waxweiler die Mühle und die Rechte an der Pacht. Durch das Ende der Feudalherrschaft im Jahre 1795 wurden immer mehr Mühlen öffentlich versteigert. So gelang es Maria Waxweiler zusammen mit ihrem Mann Jakob die Holsthumer Mühle am 12. September 1811 zu ersteigern und in ihren Besitz aufzunehmen.
Die Mühlen waren zu dieser Zeit sehr wichtig für die Bevölkerung, da sie für die Versorgung mit Brot sorgte, welches eines der Hauptnahrungsmittel zu dieser Zeit war.

Da sich im Laufe der Jahre der Bestandteil an Mühlen auf eine Mühle pro Dorf reduziert hatte, musste im 19. Jahrhundert eine neue Mühle in Holsthum errichtet werden, denn mit einer Mühle alleine konnte die Bevölkerung nicht mehr genügend versorgt werden. Also ließ ein gewisser Herr Limburg eine neue Mühle errichten, welche ihren Standort in einer alten Glasschleiferei fand. Zu dieser neuen Mühle gehörte ein Wasserrad mit einem Durchmesser von 7 Metern, welches das größte der ganzen Eifel darstellte. Dieses Wasserrad war in einem eigens dazu angefertigten Mühlenhaus untergebracht. Die neue Mühle hielt sich bis in die 1920er Jahre und überlebte sogar einen Brand im Jahre 1897 ohne größere Schäden davon zu tragen.

Quelle: Heimatkundliche Zeitung „Gester an Hätt“ (1993): Die geographische und historische Bedeutung der Wassermühlen; am Beispiel der Mühle Spanier in Holsthum von Jörg Spanier, Holsthum.

Die Mühle im Internet: www.brennerei-spanier.de

 
Kommentare (1)
Geschichte der Holsthumer Mühle
1 Dienstag, den 18. August 2009 um 10:36 Uhr
Den gesamten Artikel "Die geographische und historische Bedeutung der Wassermühlen, am Beispiel der Mühle Spanier in Holsthum" sowie weitere Informationen und Bilder zur Geschichte der Holsthumer Mühle finden Sie auf der Homepage der Holsthumer Mühle.

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