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Kunst und Glaube - Parallelen zwischen Tirol und Luxemburg ? PDF Drucken E-Mail

Herr Dr. Guy Berg aus Luxemburg sendet uns nachfolgende Hinweise zu Parallelen zwischen Tirol/Österreich und Luxemburg. Wir und auch Herr Dr. Berg würden uns freuen, wenn uns jemand Näheres hierzu berichten könnte.

1. In Sölden im oberen Ötztal im Tiroler Oberland ist mir in der dortigen Pfarrkirche mit ziemlicher Verblüffung aufgefallen, dass die barocken Wandmalereien eine unerhörte Ähnlichkeit mit den barocken Wandmalereien in der Pfarrkirche im hiesigen benachbarten Dalheim (unweit Remich und Bad Mondorf) haben.

Die Dalheimer Fresko-Malereien stammen von dem bekannten luxemburger Maler J.G. Weiser, der sie etwa um 1748 (Einweihungsjahr der Kirche) im Auftrag der Trierer Abtei St. Miximin ausführte. Die Pfarrei Dalheim unterstand im Ancien Régime der Trierer Abtei. Bei den Dalheimer Fresken handelt es sich einerseits um ein zusammenhängendes Ensemble von vierzehn Kreuzwegstationen an den Seitenwänden der einschiffigen Kirche und andererseits um die figurale Ausschmückung des Chorbogens sowie um eine großflächig angelegte Freskomalerei an der fensterlosen Chorrückwand mit dem Thema Verklärung des Herrn.

Die Ähnlichkeit mit den Tiroler Fresken in Sölden bezieht sich indes insbesondere auf die vierzehn Kreuzwegstationen, und hier in besonderer Weise auf die Ausgestaltung der barocken Bildkartuschen. Inwieweit hier eine nachweisliche künstlerische Beeinflussung stattgefunden hat, vermag ich nicht zu beurteilen, wobei als Richtung einer möglichen Beeinflussung sicherlich die Richtung Tirol - Luxemburg und nicht umgekehrt anzunehmen ist, da in Luxemburg barocke Ansätze bestenfalls rezipiert, nicht aber kreiert wurden.

Vielleicht handelt es sich auch lediglich um identische Muster für die dekorative und die szenische Ausgestaltung von kirchlichen Wandmalereien, wie sie im 18. Jh. möglicherweise in Form von Kunstvorlagen und Kartons in Künstlerkreisen zirkuliert sind. Auch dies entzieht sich meiner Kenntnis. Frappierend ist allemal die beschriebene Ähnlichkeit, die bei aller Relativierung doch eine eingehendere Untersuchung der beiden Bildergruppen in Tirol und in Luxemburg rechtfertigen würde.

2. Im Tiroler Unterland steht in der kleinen Stadt Kundl, unweit von Kufstein am Inn, eine kleine schmucke barocke Kapelle namens "Schiferollkapelle", in der mir ein üppiges weißes Altartuch mit der aufgestickten Inschrift "Maria Trösterin der Betrübten Bitte für Uns" aufgefallen ist.

Dieses Appellativum entspricht genau demjenigen Unserer Lieben Frau von Luxemburg, die in der Kathdrale von Luxemburg unter der Anrufung "Consolatrix Afflictorum" (Trösterin der Betrübten) angebetet wird. Außerhalb Luxemburgs ist mir dieses Appellativum nur aus der Kirche St Eustache in Paris bekannt.

Dieses Appellativum ist umso bemerkenswerter, als die erwähnte Kundler Kapelle, die 1757 anstelle eines Vorgängerbaus errichtet wurde, ansonsten mit keinem anderen Hinweis auf eine entsprechende Marienverehrung hindeutet: ihre Entstehung hat sie anscheinend dem örtlichen Bergbau zu verdanken, ihr Altarschmuck besteht aus dem sogenannten Dreikönigsaltar, bei dem die drei Weisen aus dem Morgenland mit Flammenherzen in Händen vor der Heiligen Dreifaltigkeit knien. Unter der Gruppe befindet sich eine kleine Pietà. Nichts jodoch deutet auf eine besondere Marienverehrung hin.

 

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